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Mittwoch, 21. Juni 2017

Endlich Platz für Feuerwehrleute

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Mittwoch, 21. Juni 2017, Autor: Doris Grove-Mittwede
o sieht das neue Gebäude von der Straßenseite aus: Die moderne Fahrzeughalle verfügt über vier Rolltore. o sieht das neue Gebäude von der Straßenseite aus: Die moderne Fahrzeughalle verfügt über vier Rolltore.

Der Alltag der Feuerwehrleute in Vreschen-Bokel ist seit vielen Jahren durch viele Einschränkungen geprägt. Das wird mit dem Neubau nun anders.

Vreschen-Bokel 36 Jahre haben sie darauf gewartet, nun können sie die Tage zählen, bis ein langgehegter Wunsch in Erfüllung geht: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bokel-Augustfehn fiebern dem Spätsommer entgegen: „Nach den Sommerferien werden wir unser neues Feuerwehrhaus einweihen“, freut sich Ortsbrandmeister Mario Borchers. „Wir bekommen ein funktionelles Gebäude, das uns hervorragende Arbeitsbedingungen bietet. Zusammen mit der Gemeinde Apen haben wir von Seiten der Feuerwehr das Gebäude geplant. “

Vorbei sind sie dann endlich – die vielen Einschränkungen, die den Feuerwehralltag viele Jahre prägen. „Eigentlich war unser altes Feuerwehrgerätehaus – ein ehemaliges Einfamilienhaus – eine Behelfslösung“, sagt Borchers. Vor 36 Jahren erhielt das Gebäude einen Anbau mit Fahrzeughalle und vier Toren.

Zwei Jahre sollte das Provisorium dauern, Jahrzehnte wurden daraus. Die Gemeinde hatte nicht das Geld für den Neubau, Jahr für Jahr verging, die Feuerwehrrichtlinien veränderten sich, die Fahrzeuge wurden größer, die Anforderungen an die Feuerwehrleute wuchsen.

Die Feuerwehrleute machten aus der Not eine Tugend: Weil die mitgliederstarke Wehr, zu der 68 Aktive, 25 Jugendliche und 22 Alterskameraden zählen, nur über 35 Stühle verfügt, setzen sich Mitglieder bei Dienstabenden auch auf Tische und Fensterbänke. Aushalten heißt es, wenn einige zeitgleich auf die Toilette müssen, denn in der ehemaligen Hausmeisterwohnung, die die Feuerwehr selbst umgebaut hat, gibt es nur zwei Toiletten.

Über getrennte Umkleiden für die Feuerwehrleute, zu denen 14 Frauen gehören, verfügt die Wehr nicht. Noch vergangenes Jahr mussten bei Einsätzen erst die Fahrzeuge aus der Halle gefahren werden, damit die Feuerwehrleute Platz zum Umziehen hatten. Jetzt kann man sich gemeinsam in der Halle ankleiden. Dort hat man etwas mehr Platz, da die Wehr zwei etwa 30 Jahre alte Fahrzeuge abgegeben hat und ein neues Hilfsleistungsfahrzeug bekam. In Eigenarbeit wurden in der Halle die Spinte eingebaut.

Das ist bald Vergangenheit: Direkt gegenüber vom alten Feuerwehrhaus – an der Hauptstraße 615 – wird seit Juni 2016 das neue gebaut. Das Gebäude, zu dem eine breite Zu- und Ausfahrt führt, entsteht im hinteren Bereich des 6000 Quadratmeter großen Grundstücks. Zur Straßenseite hin liegt die große Fahrzeughalle mit vier Rolltoren. Direkt hinter der Halle gibt es die Umkleiden – für Männer und Frauen getrennt – und jeweils dazugehörende Duschen und Toiletten. Außerdem verfügt das neue Gebäude über ein Büro für den Ortsbrandmeister, einen großen Besprechungsraum. Außerdem gibt es Lagermöglichkeiten für Materialien, die bislang privat bei Feuerwehrleuten untergebracht sind. Umkleiden und einen Besprechungsraum erhält auch die Jugendfeuerwehr.

Hinter dem neuen Gebäude soll ein Übungsplatz (Rasenfläche mit Wasserbecken) hergerichtet werden, wo die Wehr trainieren kann und wo die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Grundlagen des Löschwesens lernen.

Rund 1,5 Millionen Euro kostet das Projekt, für das die Gemeinde einen Zuschuss von 137 000 Euro an Bundesmitteln erhält, ergänzt Apens Bauamtsleiter Rolf Siems. Noch rund vier Wochen würden die Bauarbeiten dauern.

 

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