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Dienstag, 27. Juni 2017

Ammoniak schwemmt Halle

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Dienstag, 27. Juni 2017, Autor: Tonia Hysky
Einsatz in Dringenburg: Auf dem Gelände der Molkerei Ammerland waren rund 2000 Liter Ammoniak in einer Halle ausgelaufen. Einsatzkräfte durften die Halle nur in Schutzanzügen betreten. Einsatz in Dringenburg: Auf dem Gelände der Molkerei Ammerland waren rund 2000 Liter Ammoniak in einer Halle ausgelaufen. Einsatzkräfte durften die Halle nur in Schutzanzügen betreten. Bild: Andre van Elten/261News

Wie das Leck entstand, ist unklar. Vor dem Betriebsgelände entstand Stau, die Anlieferung verzögerte sich.

Dringenburg Knapp knöcheltief steht der Ammoniak in einer Halle auf dem Gelände der Molkerei Ammerland in Dringenburg. Nur in Abc-Schutzkleidung können die Einsatzkräfte die Halle betreten. Draußen warten weitere Kameraden, Mitarbeiter der Molkerei sitzen vor dem Tor – sie sind evakuiert. Einer ihrer Kollegen ist durch eine Atemwegsreizung leicht verletzt.

Am Montagvormittag hieß es für die Ammerländer Feuerwehren Großalarm: In einer Abpumphalle der Molkerei waren durch ein Leck rund 2000 Liter giftiges Ammoniak ausgetreten. Der Stoff wird in der Molkerei als Kühlmittel verwendet. Drei bis vier Zentimeter hoch habe die Substanz in der 20 mal 30 Meter großen Halle gestanden, sagte der Kreispressewart der Feuerwehren im Ammerland, Marcel Heibült. Der Ammoniak wurde schließlich über ein bestehendes Leitungssystem in die hauseigene Kläranlage abgepumpt, dort wurde der Stoff mit einer großen Menge Wasser neutralisiert.

Für Anwohner bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, so Heibült. Dennoch baten die Einsatzkräfte die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Vor dem Betriebsgelände stauten sich derweil die Tankzüge mit frischer Milch – sie konnten ihre Fracht nicht abliefern. Ein Mitarbeiter der Molkerei, auch Feuerwehrmann, fuhr unter Atemschutz jeden Lkw einzeln zum Abpumpen.

Erst gegen Nachmittag entspannte sich die Lage. Das Ammoniak war abgepumpt, die Einsatzkräften benetzten den Boden noch einmal vorsorglich mit Wasser, um die letzten Reste der ätzenden Flüssigkeit abzuspülen. Der Betrieb der Molkerei durfte gegen 17 Uhr wieder anlaufen, die Anwohner wurden über das Ende des Einsatzes informiert.

Die Feuerwehr war mit allen Gefahrgutgruppen des Ammerlandes vor Ort, hinzu kamen die Feuerwehren aus Mollberg und Spohle – insgesamt 160 Feuerwehrleute mit 19 Einsatzfahrzeugen. Wie es zu dem Vorfall gekommen ist, ist noch unklar.

 

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