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Samstag, 1. Juli 2017

Übung verlangt doppelten Einsatz

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Donnerstag, 29. Juni 2017, Autor: Christian Korte
Doppeltes Unglück: In ihrer Übung mussten die Feuerwehrleute aus Edewecht und Bad Zwischenahn einen Verkehrsunfall und einen Brand gleichzeitig bearbeiten. Doppeltes Unglück: In ihrer Übung mussten die Feuerwehrleute aus Edewecht und Bad Zwischenahn einen Verkehrsunfall und einen Brand gleichzeitig bearbeiten. Bild: Christian Korte

Simuliert wurden ein Brand und ein Verkehrsunfall. Schon nach zehn Minuten waren die ersten Helfer am Ort des Geschehens.

Bad Zwischenahn/Edewecht Ein Feuer in einer Lackierhalle und ein Verkehrsunfall direkt vor dem gleichen Anwesen – da reichen die Einsatzkräfte einer Feuerwehr nicht aus. Und wenn das ganze genau an der Gemeindegrenze zwischen Edewecht und Bad Zwischenahn geschieht, müssen Kameraden zusammenarbeiten, die das sonst nicht regelmäßig tun.

Ein solches Szenario haben am Dienstagabend die Freiwilligen Feuerwehren aus Edewecht und Bad Zwischenahn auf dem Gelände der alten Ziegelei am Ortsrand von Ekern geübt.

Die Alarmierung hat schon mal geklappt: Nur zehn Minuten nachdem um 18.12 Uhr die Melder ausgelöst wurden, traf das erste Fahrzeug ein.

Mehrere Aufgaben warteten auf die Helfer, in einer Lagerhalle und in der Umgebung mussten mehrere vermisste Personen gesucht werden, zeitgleich galt es, die Opfer aus zwei übereinander liegenden Autos zu befreien. Ausgearbeitet hatten die Übung Jürgen Pieper und Hajo Helmerichs aus Edewecht gemeinsam mit Arne Hülsmann und Kai-Oliver Schröder aus Bad Zwischenahn. Sie überwachten auch die Übung und schauten ihren Kameraden genau auf die Finger. Bereits nach elf Minuten waren die ersten Kräfte unter Atemschutz im Gebäude, um die Vermissten zu suchen, nur kurze Zeit später wurden auch die Autos mit Gurten gesichert, um die vermeintlich Verletzten gefahrlos bergen zu können.

Der Bad Zwischenahner Ortsbrandmeister Martin Schreiber erläuterte das Vorgehen: „Wir haben unsere Kräfte aufgeteilt: Die Kameraden aus Edewecht haben die Brandbekämpfung und die Personensuche übernommen, wir die Rettung der Opfer aus den Autos.“

Eigentlich hatten sich die Organisatoren der Übung gewünscht, dass die beiden Wehren auch noch Wasserversorgungen von nahe gelegenen Löschteichen zum Brandort aufbauen.

Das allerdings überließen die Wehren aus Edewecht und Bad Zwischenahn zusätzlichen Kräften, die sie nachalarmieren liessen – da es sich um eine Übung handelte, gab es diese Nachalarmierung aber nur fiktiv.

Um 19.10 Uhr waren alle Vermissten gefunden, die Opfer aus ihren Autos befreit und die Organisatoren zufrieden mit der Leistung ihrer Kameraden.

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