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Mittwoch, 6. September 2017

Helfer zieht 18-Jährige aus Pkw

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Mittwoch, 6. September 2017, Autor: Anuschka Kramer
Schwerer Unfall in Jeddeloh II: Eine 18-Jährige geriet aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen in den Gegenverkehr, der Pkw stieß frontal mit einem Lkw zusammen. Die junge Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Schwerer Unfall in Jeddeloh II: Eine 18-Jährige geriet aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Wagen in den Gegenverkehr, der Pkw stieß frontal mit einem Lkw zusammen. Die junge Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Bild: Andre van Elten

Ein Sachverständiger untersucht jetzt, wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte. Der Lkw-Fahrer stand unter Schock.

JEDDELOH II Am Dienstagmorgen ist es gegen 7 Uhr auf der Bundesstraße 401 in Jeddeloh II zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Eine junge Frau war mit ihrem Opel Corsa in Richtung Oldenburg unterwegs, als sie zwischen den Kreuzungen Husbäke und Jeddeloh auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Lkw zusammenstieß.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die 18-Jährige schwer verletzt und im Auto eingeklemmt. Ein Mann, der nur Sekunden später zum Unfallort kam, handelte sofort, befreite die junge Frau aus dem Wrack und reanimierte sie, während andere Helfer den Wagen löschten, der im vorderen Bereich Feuer gefangen hatte.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus der Gemeinde Edewecht rückten mit neun Fahrzeugen an, die Polizei eilte mit zehn Einsatzkräften hinzu, zwei Rettungswagen und ein Notarzt waren ebenfalls vor Ort. Die junge Frau wurde umgehend in ein Oldenburger Krankenhaus gebracht, erlag jedoch trotz der zügigen Hilfeleistungen kurze Zeit später in der Klinik ihren schweren Verletzungen.

Der Ersthelfer, der die junge Frau aus dem Wrack befreit hatte, wurde mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ebenfalls in einem Oldenburger Krankenhaus behandelt. Der 45 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Rumänien, der für eine deutsche Spedition arbeitet, erlitt einen Schock und wurde vor Ort von einem Kriseninterventionsteam betreut. Polizei und Krisenintervention informierten kurz darauf auch gemeinsam die Eltern der jungen Frau, die aus dem Landkreis Cloppenburg stammte.

Die Bundesstraße musste für die Bergungs- und Rettungsarbeiten in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Von etwa 7.20 bis 11 Uhr wurde der Verkehr großräumig umgeleitet.

Wie es zu dem schweren Verkehrsunfall kommen konnte, ist noch unklar. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Sachverständiger eingeschaltet, der den Unfallhergang prüft und den Wagen der 18-Jährigen begutachten wird.

Die Bundesstraße 401 verläuft im Unfallbereich auf gerader Strecke, gute Sicht erstreckt sich auf etwa drei Kilometer. Und auch wenn es auf der B 401 selbst in Hauptverkehrszeiten immer wieder zu Unfällen kommt, so ist dieser Abschnitt kein Unfallschwerpunkt, wie die Polizei auf Nachfrage erklärte.

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