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Samstag, 23. September 2017

Herausforderung für 140 Retter

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Samstag, 23. September 2017, Autor: Anuschka Kramer
Konzentriert im Übungseinsatz: Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten Hand in Hand, um die drei „Verletzten“ aus den verunglückten Fahrzeugen zu befreien. Konzentriert im Übungseinsatz: Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten Hand in Hand, um die drei „Verletzten“ aus den verunglückten Fahrzeugen zu befreien. Bild: Anuschka Kramer

Sechs Wochen dauerte die Vorbereitung der Übung. Die Alarmierung erfolgte am Abend.

Westerstede Sechs Wochen hat die Vorbereitungszeit gedauert. Sechs Wochen, in denen gleich vier Unfalls- und Brandszenarien erdacht und umgesetzt werden mussten. Doch es lohnte sich.

Die Großübung, die sich Thomas Rohlfs, stellvertretender Stadtbrandmeister Westerstede und Ortsbrandmeister Halsbek, mit seinem Team für den späten Donnerstagabend überlegt hatte, konnte sich sehen lassen: Ein Hallenbrand samt einiger Vermisster, ein Arbeitsunfall mit einem eingeklemmten Mann und Rauchentwicklung in der Werkstatt, ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten, die auch noch in den Wagen eingeklemmt waren, und ein umgeknickter Baum, der einen Mann unter sich begraben hatte. Keine leichten Aufgaben für die rund 140 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren von Westerstede, Garnholt, Halsbek, Hollriede, Hollwege, Linswege, Torsholt, Ocholt-Howiek und Westerloy sowie dem Rettungsdienst Ammerland und der Schnelleinsatzgruppe des DRK – doch leicht sollte die Übung ja auch nicht sein. Schließlich galt es zu trainieren und mögliche Schwachstellen bei Rettungseinsätzen zu erkennen.

Nach und nach erfolgte die Alarmierung, los ging’s um 19.45 Uhr. Auch wenn schnell klar war, dass es sich um eine Übung handelte, so gaben die Einsatzkräfte doch ihr Bestes und nutzten die Chance auf ein gutes Training. Knapp eineinhalb Stunden benötigten sie, dann waren alle Aufgaben gelöst. Thomas Rohlfs zeigte sich zufrieden. „Es ist gut gelaufen.“ Einzig im Bereich der Kommunikation auf der Führungsebene müsste nachgebessert werden, gleiches gelte für die Funktechnik und ein wenig für die Wasserbeschaffung. So habe ein Hydrant gefehlt und das Verlegen der Schläuche habe länger als erwartet gedauert, doch schlussendlich sei die Aufgabe gut gelöst worden – und genau dafür seien solche Übungen ja auch da.

Nicht nur mit allen Einsatzkräften zeigte sich der Übungsorganisator zufrieden, sondern auch für die Unterstützung durch viele weitere Helfer dankbar. Schließlich mussten im Vorfeld Statisten organisiert werden, um die Verletzten zu spielen, Unfallfahrzeuge beschafft und für die geplante Szene demoliert werden. Und auch die Bereitschaft der Unternehmen, ihre Hallen für eine solche Übung zur Verfügung zu stellen, sei keine Selbstverständlichkeit, so Rohlfs.

Rettung aus verrauchter Halle: Unter schwerem Atemschutz mussten die Einsatzkräfte Statisten, die als Verletzte agierten, suchen und ins Freie tragen.  Bild: Anuschka Kramer
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