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Montag, 16. Oktober 2017

Flugzeugabsturz nur eine Übung

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Montag, 16. Oktober 2017, Autor: Oliver Braun
Von brennenden Trümmerteilen wurde auch eine am Boden stehende Transall getroffen. Die Transportmaschine – so die Vorgabe – hatte auch ein angrenzendes Waldstück in Brand gesetzt. Von brennenden Trümmerteilen wurde auch eine am Boden stehende Transall getroffen. Die Transportmaschine – so die Vorgabe – hatte auch ein angrenzendes Waldstück in Brand gesetzt. Bild: Oliver Braun

Auch 130 Ammerländer nahmen an der Übung teil. Das Szenario: Zwei Flugzeuge kollidieren und stürzten ab.

Upjever /Ammerland Zwei Flugzeuge kollidieren bei einer Flugschau in der Luft und stürzen brennend ab. Trümmerteile treffen einen am Boden stehenden Hubschrauber, in dem sich mehrere Personen aufhalten, sowie eine große Transportmaschine, die schnell Feuer fängt und ein angrenzendes Waldstück in Brand setzt. Und als ob das nicht schon genug Unglück wäre, gerät auch noch ein Betankungsfahrzeug, das sich schnell vom Unfallort entfernt, ins Schlingern und kollidiert mit zwei Pkw. Mehrere Personen sind in den Autos eingeklemmt und müssen befreit werden.

Das war das Ausgangsszenario für eine große Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaften Friesland und Ammerland, die am Samstag zusammen mit der Kreisbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Fliegerhorst in Upjever stattfand. 230 Feuerwehrleute, darunter 130 aus dem Ammerland, waren über mehrere Stunden im Einsatz.

„Große Herausforderungen der Übung sind die Herstellung der Wasserversorgung über eine Distanz von gut zwei Kilometern, außerdem natürlich die Personenrettung, die Brandbekämpfung und später die Übergabe des Rettungseinsatzes an die Kameraden aus dem Ammerland“, sagt Kreisbrandmeister Gerhard Zunken, der das Geschehen beobachtete. Unter Leitung von Bereitschaftsführer Reiner Hinrichs (Ortswehr Grabstede) und Ingo Kruse (Ortswehr Minsen) lief die Übung routiniert und koordiniert. Erstmals kam bei der Übung ein neuer Schlauchwagen mit 2000 Meter Schlauchleitung zum Einsatz. Pumpen wurden angekoppelt, damit am Ende noch genug Wasserdruck vorhanden war.

Bei so kraftraubenden und vielfältigen Großeinsätzen übernahm später die (ausgeruhte) Kreisbereitschaft aus dem Ammerland die weitere Bergung und Rettung am Einsatzort. Zum Schluss zogen Kreisbrandmeister und Einsatzleitung mit allen Beteiligten im Dorf Wangerland ein positives Resümee. Und hoffen, dass ihr Können nie bei einem tatsächlichen Unglück dieser Art gefordert ist.

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