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Sonntag, 22. Oktober 2017

Von der Übung zum Einsatz

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Freitag, 20. Oktober 2017
Übung: Simuliert wurde ein schwerer Verkehrsunfall in Westerloyerfeld. Übung: Simuliert wurde ein schwerer Verkehrsunfall in Westerloyerfeld. Bild: Meike Seppenwoolde

Kaum war die Übung gemeistert, folgte die nächste Alarmierung. Später wurde noch ein Brand in einer Flüchtlingsunterkunft gemeldet.

Westerstede Viel zu tun gab es in den vergangenen Stunden für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadtgemeinde. Am Mittwochabend ertönte gegen 19 Uhr die erste Alarmierung für die Einheiten Westerloy und Westerstede. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall im Moorweg in Westerloyerfeld mit zwei eingeklemmten Personen. Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung.

An der Unfallstelle angekommen, wurde schnell klar, dass es eine aufwendige Rettung werden sollte. Ein Transporter stand völlig beschädigt vor einem Baum am linken Straßenrand. Ein weiteres Auto lag auf der Seite im rechten Straßengraben. Trotzdem gestaltete sich die Rettung noch schwieriger als erwartet. Drei Personen befanden sich „eingeklemmt“ in den Fahrzeugen und mussten mit schwerem Gerät gerettet werden.

Gerade als alle Personen befreit waren, lief ein weiterer Einsatz auf: ungewöhnlicher Gasgeruch in der Turnhalle des Hössensportzentrums an der Jahnallee. Alarmiert waren die Einheiten Halsbek, Hollwege und Westerstede, der Gruppenführer und stellvertretende Gruppenführer der Gefahrgutgruppe sowie das DRK. Ein knoblauchartiger Geruch konnte festgestellt werden, und die Gasspürgeräte zeigten an, dass zu wenig Sauerstoff in der Luft war. Die Turnhalle wurde sofort evakuiert und weitere Erkundungen vorgenommen. Vermutlich wurde eine Stinkbombe gezündet. Nachdem die Turnhalle gelüftet wurde, konnte der Einsatz beendet werden.

Die nächste Alarmierung ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Um halb drei in der Nacht wurde am Klamperesch in Westerstede ein Wohnungsbrand gemeldet. Die Freiwilligen Feuerwehren Hollwege und Westerstede wurden alarmiert. Die ersten Erkundungen ergaben Rauchentwicklung und Feuerschein, jedoch wurde auch noch ein Bewohner vermisst. Die Einheit Halsbek und die Drehleiter aus Elmendorf wurden nachalarmiert, und alle zur Verfügung stehenden Atemschutzgeräteträger wurden zur Personensuche in das Gebäude geschickt. Schnell konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Es befand sich niemand in Gefahr, und das Feuer in der Flüchtlingsunterkunft konnte schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll ein Fernseher implodiert sein. Die Ermittlungen dauern noch an. Die Wohnung ist durch die Rauchentwicklung zurzeit unbewohnbar. Die Bewohner wurden noch in der Nacht in eine andere Unterkunft gebracht, teilte die Stadt mit.