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Mittwoch, 22. November 2017

Feuerwehren proben für den Ernstfall

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Samstag, 18. November 2017, Autor: Mareike Wübben
Erfolgreiche Bergung: Die Kameraden der Freiwilligen Wehren mussten bei der Gemeindefeuerwehrübung in Spohle auch Verletzte (rote Puppe) aus einem Auto befreien. Erfolgreiche Bergung: Die Kameraden der Freiwilligen Wehren mussten bei der Gemeindefeuerwehrübung in Spohle auch Verletzte (rote Puppe) aus einem Auto befreien. Bild: Mareike Wübben

Mehr als 70 Feuerwehrleute waren bei Dieluweit im Einsatz. Die Gemeindeübung war im Vorfeld streng geheim.

Spohle Schreckensszenario am Freitagabend auf dem Gelände von Dieluweit Metallhandel in Spohle: Ein Auto mit drei Insassen ist auf dem Werksgelände verunglückt, gegen eine Wand geprallt. Und in einer Halle ist Feuer ausgebrochen, das Gebäude ist verqualmt. Darin befinden sich noch Menschen, die gerettet werden müssen, außerdem steht dort Gefahrgut in Form von Benzinkanistern und Gasflaschen.

Etwa 70 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Wiefelstede, Mollberg, Spohle und benachbarte Wehren aus Westerstede (Linswege und Garnholt) arbeiten konzentriert auf dem Gelände. Schläuche werden ausgerollt, um das „Feuer“ zu bekämpfen. Einige Kameraden sind dabei, die bewusstlosen Personen unter Atemschutz aus der verqualmten Halle zu bergen. Am Auto-Wrack wird zunächst das Dach des total zerstörten Autos abgenommen, dann werden vorsichtig die drei verletzten Personen geborgen.

 Eigentlich ist aber alles halb so wild. Denn bei dem Einsatz auf dem Firmengelände handelt es sich um eine Gemeindefeuerwehrübung. „Dabei wird die Zusammenarbeit der Feuerwehr und der Führungskräfte geübt“, erläutert Andre Steingräber, stellvertretender Gemeindebrandmeister aus Wiefelstede, der die Übung vorbereitet hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Einsatz weniger ernst genommen wird. „Die Kameraden erfahren erst vor Ort, dass es sich um eine Übung handelt. Vorher ist alles streng geheim“, so Steingräber.

Einmal im Jahr wird mit mehreren Wehren geübt, vor etwa vier Wochen wurde mit der Konstruktion des Szenarios begonnen. Was geübt wird, hängt immer vom Betrieb ab, in dem geprobt werden kann. Der Rauch entstand im Übrigen durch eine Nebel-Maschine, im Auto waren Übungspuppen verunglückt und die Bewusstlosen in der Halle waren Kameraden der Feuerwehr Metjendorf.

 

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