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Mittwoch, 22. November 2017

Wehr brennt auf neue Räume

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Mittwoch, 15. November 2017, Autor: Christian Korte
Mehr Platz zum Umziehen: Das Feuerwehrhaus Petersfehn bekommt einen Anbau mit Umkleideräumen und Sanitärbereich – fertig wird der Anbau aber später als erhofft. Mehr Platz zum Umziehen: Das Feuerwehrhaus Petersfehn bekommt einen Anbau mit Umkleideräumen und Sanitärbereich – fertig wird der Anbau aber später als erhofft. Bild: Christian Korte

Auf 105 Quadratmetern sollen sich Feuerwehrmänner und -frauen künftig getrennt umziehen können. 267 000 Euro kostet der Anbau.

Petersfehn Wenn die Feuerwehr ausrücken muss, wird es oft hektisch. Während die ersten Männer schon ins Fahrzeug springen und zum Brand- oder Unfallort aufbrechen, kommen weitere Einsatzkräfte vielleicht gerade im Feuerwehrhaus an, laufen zu den Spinden und ziehen die Einsatzkleidung an.

Das kann auf mal gefährlich werden – die Fahrzeuge der Feuerwehren sind heute erheblich größer und breiter als früher, die Situation im Feuerwehrhaus oft unübersichtlich.

Darauf, dass es nicht zu schweren Unfällen kommt, hat besonders die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) ein Auge – denn sie ist es, die später für mögliche Gesundheitsschäden der Freiwilligen Feuerwehrleute aufkommen muss.

Enge Fahrzeughallen, in denen sich gleichzeitig auch noch die Einsatzkräfte umziehen, sind der FUK deshalb ein Dorn im Auge.

In Petersfehn bekommt das Feuerwehrhaus deshalb gerade einen Anbau – und bei dem hat es einige Verspätungen gegeben. Vor allem der Einbau der Betondecke verzögerte sich. Ursprünglich hatte die Freiwillige Feuerwehr gehofft, die neuen Räume noch in diesem Jahr nutzen zu können – mit der Fertigstellung rechnet die Gemeinde jetzt aber erst im März 2018.

Auf 105 Quadratmetern entstehen neben dem Feuerwehrhaus neue Umkleideräume – getrennt nach Männern und Frauen.

Auch das gab es bisher in Petersfehn nicht, wie in vielen anderen Feuerwehrhäusern. Doch seit immer mehr Frauen aktiven Dienst in der Feuerwehr machen, sind die Gemeinden auch hier gefordert. Neben den Umkleideräumen bekommt das Gebäude auch getrennte Duschen – schließlich kommen die Freiwilligen Feuerwehrleute oft verdreckt und verschwitzt von ihren schweren Einsätzen zurück.

Über einen eigenen Eingang werden die Einsatzkräfte künftig direkt zu den Umkleidräumen gelangen können. Einmal umgezogen, führt dann ein breiter Durchgang in die Fahrzeughalle.

In diesen Tagen wird in Petersfehn das Flachdach des Anbaus gedämmt, bis Anfang Dezember soll der Fenstereinbau abgeschlossen sein, teilte das Gebäudemanagement der Gemeinde Bad Zwischenahn am Dienstag auf Nachfrage mit. Die Kosten für den Anbau liegen laut Gemeindeverwaltung bei 267 000 Euro.

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