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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Feuerwehr brennt für neues Haus

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Donnerstag, 30. November 2017, Autor: Doris Grove-Mittwede
So soll das neue Feuerwehrhaus der Friedrichsfehner Wehr am Jeddeloher Damm aussehen. An der Rückseite des Gebäudes befinden sich Räume für die Dorfgemeinschaft Kleefeld. So soll das neue Feuerwehrhaus der Friedrichsfehner Wehr am Jeddeloher Damm aussehen. An der Rückseite des Gebäudes befinden sich Räume für die Dorfgemeinschaft Kleefeld. Bild: Simon – Exner – Kersten/Oldenburg

Einstimmig haben der Bauausschuss und der Feuerwehrausschuss das 1,7-Millionen-Euro-Projekt in Friedrichsfehn befürwortet. 2018 könnte – sofern der Rat dem zustimmt – gebaut werden.

Friedrichsfehn „Wir freuen uns riesig, dass wir nun bald ein neues Feuerwehrhaus bekommen“, sagt Uwe Hilgen, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfehn. Einstimmig hatten am Montagabend der Bauausschuss und der Feuerwehrausschuss des Edewechter Rates in einer gemeinsamen Sitzung das 1,7 Millionen-Euro-Projekt befürwortet.

• Was ist geplant?

Auf einem 4800 Quadratmeter großen Gelände am Jeddeloher Damm (Landestraße 828) in Kleefeld – kurz vor dem Ortseingang Friedrichsfehn – soll eine Stahlhalle errichtet werden, die sowohl von der Feuerwehr als auch von der Dorfgemeinschaft Kleefeld genutzt wird. Seit längerem haben die Kleefelder keine Dorfgemeinschaftsräume mehr; ein Besprechungsraum, eine Teeküche, ein Lagerraum, eine Garderobe und Toiletten sollen im rückwärtigen Bereich des neuen Feuerwehrgebäudes entstehen. Der „Kleefelder Bereich“ kann bei Bedarf auch von der Feuerwehr (als Schulungsraum für die Jugendfeuerwehr) genutzt werden, umgekehrt können die Kleefelder bei Veranstaltungen auch den Besprechungsraum der Wehr mitnutzen.

• Ein Blick ins Gebäude

Herzstück des neuen Gebäudes ist die neue Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen und drei großen Rolltoren. Bei Bedarf kann die Halle zur Straßenseite hin erweitert werden. Neben der Halle befinden sich – nach Frauen und Männern getrennt – die Umkleiden, Duschen und Toiletten. Außerdem gehören zum Feuerwehrbereich Lager- und Technikräume, eine Werkstatt, eine Kleiderkammer, Garderoben und ein Büro für den Ortsbrandmeister. Im Obergeschoss werden die Garderoben für die Jugendfeuerwehr, Technik und Lüftung und außerdem Bodenräume eingeplant.

• Getrennte Zufahrten

Ein Hauptkritikpunkt der Feuerwehrunfallkasse am alten Gebäude der Feuerwehr an der Friedrichsfehner Straße ist der, dass auf der schmalen Zufahrt Gefahrensituationen durch ankommende und abfahrende Feuerwehrleute entstehen könnten. Wie heute vorgeschrieben, werden am neuen Standort getrennte Zufahrten geschaffen.

Für die Zu- bzw. Ausfahrt müssen auch einige Bäume (ältere Eichen) am Jeddeloher Damm weichen. Wo Ersatzbäume gepflanzt werden sollen, steht noch nicht fest. SPD-Ratsherr Jost Urbanke hatte angeregt, dass man die Ersatzbäume möglichst auf dem 4800 Quadratmeter großen Grundstück pflanzen solle. Bürgermeisterin Petra Lausch verwies darauf, dass der hintere Bereich des Grundstücks als Übungsgelände für die Jugendfeuerwehr genutzt werden soll und man möglicherweise eines Tages das Gebäude erweitern wolle. Durch Baumpflanzungen wolle man sich nicht einschränken. CDU-Ratsherr Brunßen regte an, in der nächsten Sitzung über Standorte für Ersatzpflanzungen nachzudenken.

• Probleme erörtert

Probleme würden entstehen, so befürchtet Uwe Heiderich-Willmer (Grüne), wenn eine Veranstaltung in den Kleefelder Räumen zu Ende ging, die Leute nach Hause wollten und zeitgleich die Feuerwehr zum Einsatz gerufen werde. Für solche Fälle werde es Lösungen geben, hieß es von Seiten der Verwaltung, der Planer und der Feuerwehr.

FDP-Ratsherr Ralf Krallmann befürchtet, dass Gäste bei Veranstaltungen in den Kleefelder Räumen auch auf Feuerwehrparkplätzen parken könnten. „Es werde eine Hausordnung geben“, sagte Christian Niedrig, stellvertretender Friedrichsfehner Ortsbrandmeister: auf Parkplätzen für die Feuerwehr habe niemand anderes zu stehen. Man sei sich sicher, dass man in allen Fällen mit den anderen Hausnutzern gute Lösungen finde.

Dass ein neues Feuerwehrhaus gebaut wird, weil die Sanierungskosten für das alte zu hoch und die Arbeitsbedingungen dort nicht zukunftsfähig seien, hatte der Gemeinderat bereits 2016 entschieden.

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