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Feuerwehr lotet Schwachstellen aus

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 12. Oktober 2016

Einheiten proben Ernstfall bei zwei Neubauten in Petersfehn – Brand und 13 vermisste Personen


Feuerübung bei zwei Neubauten der Ammerländer Wohnungsbau in Petersfehn: Geprobt wurde u.a. die Rettung von vermissten Personen über Steck- und Drehleiter. Bild: Monika Stamer

Einheiten aus Petersfehn, Ofen, Friedrichsfehn und Elmendorf waren bei dem „Wohnungsbrand“ an der Mittellinie im Einsatz. Nach gut anderthalb Stunden war die Übung beendet.

Petersfehn Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Feuerwehreinheiten Petersfehn, Ofen und Friedrichsfehn aus. Gemeldet wurde ein Wohnungsbrand an der Mittellinie 94. Hier stehen zwei Neubauten der Ammerländer Wohnungsbau. Ebenfalls alarmiert wurde die Einheit Elmendorf mit der Drehleiter der Technischen Zentrale und der ELW Bad Zwischenahn.

In den beiden Gebäuden fand eine Feuerübung für den Ernstfall statt. Besonderheit hier: die Anzahl der Geschosse und die Rettungswege. Angenommene Lage: Wohnungsbrand nach Reparaturarbeiten, verrauchte Treppenhäuser und 13 vermisste Personen. Vor Ort übernahm Ortsbrandmeister Heiko Rippen die Einsatzleitung und informierte die eintreffenden Wehren über die Lage. Wichtigste Aufgabe: Menschenrettung.

Umgehend rüsteten sich Trupps mit Atemschutz aus, um über das Treppenhaus mit der Suche nach den vermissten Personen und dem Innenangriff zu beginnen. Gleichzeitig wurde die Löschwasserversorgung aufgebaut, für die Ausleuchtung der Einsatzstelle gesorgt und zur Belüftung entsprechendes Gerät in Stellung gebracht. Die Rettung der Personen aus dem 2. Obergeschoss erfolgte auf der Rückseite der Gebäude über Steckleitern bzw. die Drehleiter, die zwischen den Neubauten und der bereits vorhandenen Bebauung in Stellung gebracht werden musste. Nach gut anderthalb Stunden waren alle Personen gerettet und die Lage abgearbeitet.

Anwesend waren auch die Geschäftsführerin der Wohnungsbau, Ulrike Petruch, Teamleiterin Technik und Bauleiterin Anne-Christin Braun und Christian Lüers, Mitarbeiter Team Technik, die diese Übung zusammen mit der Feuerwehr geplant hatten. Für sie bot sich die Gelegenheit, mit dieser Übung eventuelle Schwachstellen aufzuzeigen, die im Ernstfall Rettungsmaßnahmen erschweren bzw. behindern könnten.

Feuerwehren nutzen Übungen, um die Kommunikation zwischen den Einheiten, die Zusammenarbeit und den Umgang mit Geräten zu proben. Beteiligt waren außer den Einheiten auch die Jugendfeuerwehr Dänikhorst, deren Mitglieder sich als Statisten für die vermissten Personen zur Verfügung stellten und das DRK, dass ein Auge auf die Einsatzkräfte und das Geschehen hatte.

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