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Reifenplatzer – Laster legt sich quer auf A29

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 12. Oktober 2016

Von Frank Jacob


Schwerer Unfall: Nach einem Reifenplatzer verlor der Fahrer eines Sattelaufliegers die Kontrolle über das Fahrzeug, walzte die Mittelschutzplanken nieder und kippte auf die Beifahrerseite. Bild: Frank Jacob

Der Sattelauflieger walzte am frühen Morgen die Mittelschutzplanken nieder und kippte dann auf die Seite. Der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Bis in die Abendstunden war die Fahrbahn gesperrt.

Rastede Nach einem schweren Lkw-Unfall auf der Autobahn 29 gab es am Dienstag bis in die Abendstunden kilometerlange Staus und massive Verkehrsbehinderungen in und rund um Rastede. „Auf der Umleitungsstrecke haben wir mehr Stau als auf der Autobahn“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei der NWZ  am Nachmittag.

Der Unfall hatte sich gegen 9.20 Uhr ereignet. Der Fahrer des Sattelaufliegers wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der 55-jährige Mann aus Lettland fuhr in Richtung Wilhelmshaven. Kurz hinter der Anschlussstelle Rastede platzte plötzlich der linke Vorderreifen des Lkw, der auf der rechten Spur unterwegs war. Dadurch verlor der Fahrer sofort die Kontrolle.

Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei vor Ort berichtete, schlingerte der Sattelauflieger in Richtung der Mittelschutzplanken und rammte dabei einen Mercedes, der auf der linken Spur fuhr. Die drei Insassen (ein 53-Jähriger aus Bad Zwischenahn sowie eine 28-Jährige und ein 29-Jähriger aus Oldenburg) wurden leicht verletzt.

Der Sattelauflieger walzte beide Mittelschutzplanken auf einer Länge von mindestens 50 Metern nieder und kippte dann quer zur Fahrbahn auf die rechte Fahrzeugseite. Dadurch wurden alle Fahrspuren der Autobahn blockiert. „Wir können froh sein, dass auf der Gegenfahrbahn in Richtung Oldenburg nichts passiert ist“, sagte ein Polizeisprecher.

Spezialfirma im Einsatz

Die A 29 wurde nach dem Unfall zwischen Rastede und Hahn-Lehmden in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren Hahn und Wiefelstede rückten mit fünf Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften aus, um bei der Bergung und der Reinigung der Fahrbahn zu helfen.

Eine Spezialfirma wurde angefordert, um ausgelaufenes Öl und Benzin zu beseitigen. Auch die Autobahnmeisterei war im Einsatz. Um die Verletzten zu versorgen, waren vier Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Die Bergung des mit Papierschnitzeln beladenen Sattelaufliegers dauerte bis in den Abend. Der Abschleppdienst Röben war mit fünf Fahrzeugen und einem Sattelzug zum Umladen der Ware vor Ort. „Mit einem Lkw-Bergefahrzeug haben wir den Sattelauflieger wieder aufgerichtet“, sagte Bergungsleiter Hermann Röben Jr. der NWZ .

Um den Sattelauflieger abschleppen zu können, musste der Auflieger bis auf das Plateau zerlegt werden. Außerdem wurden die zerstörten Mittelschutzplanken demontiert.

Der ebenfalls schwer beschädigte Mercedes war zuvor vom Abschleppdienst Bruns geborgen worden. Die Polizei schätzte den Schaden an den Fahrzeugen und der Unfallstelle auf mindestens 80 000 Euro.

Stau in Rastede

Die Bergung des Sattelaufliegers dauerte am Dienstag mehrere Stunden. Die Umleitungsstrecken waren infolgedessen völlig verstopft. In Rastede staute sich der Verkehr auf der Raiffeisenstraße. Wer über die Wilhelmshavener Straße von Hahn-Lehmden nach Rastede fahren wollte, brauchte ebenfalls viel Geduld. Noch am Nachmittag dauerte es eine gute Stunde, um die vier Kilometer mit dem Auto zurückzulegen.

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