Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Montag, 30. April 2018

Brand in Schule nur eine Übung

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Montag, 30. April 2018, Autor: Erhard Drobinski
Versorgung der „Verletzten“: Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz betreuten die Personen, die auf Tragen aus der Robert-Dannemann-Schule gebracht wurden. Versorgung der „Verletzten“: Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz betreuten die Personen, die auf Tragen aus der Robert-Dannemann-Schule gebracht wurden. Bild: Erhard Drobinski

Die Robert-Dannemann-Schule mitten in Westerstede wurde am Samstag zum Einsatzort für Feuerwehren und Rotes Kreuz. Die Aufgaben bei dieser Übung wurden gut abgearbeitet.

Westerstede „Großalarm“ in Westerstede: Im Chemietrakt der Robert-Dannemann-Schule kam es zu einer Verpuffung, durch die ein Brand ausgelöst wurde. So lautete am Samstagmittag das Szenario einer groß angelegten Einsatzübung. 35 Teilnehmer eines Lehrerseminars waren mit kleineren und größeren „Verletzungen“ zum großen Teil in den Räumen im zweiten und dritten Obergeschoss eingeschlossen. Einige konnten noch eine Fluchttreppe erreichen, mussten dort aber auf Rettung warten.

 

Insgesamt gut 100 Feuerwehrkameraden von sechs Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadt Westerstede sowie fast 50 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren kurz nach der Alarmierung vor Ort, um mit den „Rettungsarbeiten“ beginnen zu können. Nach gut 70 Minuten war der Spuk für die „verletzten“ Personen vorbei.

Viele Passanten verfolgten die Rettungsarbeiten bei der gemeinsamen Übung der Westersteder Feuerwehren und dem DRK Ammerland. Ausgedacht hatten sich das Szenario Ralf Hobbensiefken, Ortsbrandmeister (OBM) der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede, und Jonas Keppner, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Bad Zwischenahn. „Eine Schule in dieser Größenordnung stellt eine besondere Herausforderung dar“, betonten beide. Die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung unterstützten die Übung gern. „Im Vorfeld gab es eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt“, hob Hobbensiefken hervor. Gut vier Wochen dauerte die Vorbereitungszeit, in der viele Telefonate geführt werden mussten.

Während die Feuerwehr ihre Einheiten aus Westerstede, Hollwege, Halsbek, Ocholt-Howiek, Westerloy und Linswege einsetzte, mobilisierte das DRK seine „Schnellen Einsatzgruppen“ (SEG) Transport, Behandlung und Betreuung. Im Laufe der Rettungsmaßnahmen wurden insgesamt drei der fünf vorhandenen Sichtungszelte aufgebaut. Hier werden die Betroffenen nach dem Grad ihrer Verletzungen behandelt und betreut.

Insgesamt zeigten sich die Verantwortlichen um Stadtbrandmeister (SBM) Mathias Sielmann und auch Jonas Keppner mit dem Verlauf sehr zufrieden. „Die Aufgaben wurden gut abgearbeitet. Dass es hier und da Schwachstellen gibt, gehört zu einer Übung dazu. Hier soll auch deutlich werden, wo es hapern könnte, um gegensteuern zu können und im Ernstfall darauf vorbereitet zu sein“, betonte Sielmann. So zeigte sich, dass die vorhandenen Tragebahren nicht ausreichten, um alle Verletzten möglichst schnell zum Sammelplatz für die „Verletzten“ bringen zu können, was der Größenordnung dieses Einsatzes geschuldet war.

Nach seinen Erfahrungen gibt es immer eine „chaotische“ erste halbe Stunde, in der sich alles einspielen muss. Das war auch hier der Fall. So wurden die „Verletzten“ auf der Feuertreppe zwar gesichtet, doch bis hier die Rettungsmaßnahmen einsetzten, waren bereits mehr als 30 Minuten vergangen.

Nach oben