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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Ein neuer Platz zum Umziehen

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Donnerstag, 17. Oktober 2019, Autor: Wolfgang-Alexander Meyer
Viel Platz für die Kameraden: Ortsbrandmeister Martin Schreiber im neuen Umkleideraum der Wehr. Viel Platz für die Kameraden: Ortsbrandmeister Martin Schreiber im neuen Umkleideraum der Wehr. Bild: Wolfgang-Alexander Meyer

Die Gebäude der Wehren in Bad Zwischenahn und Ofen sind fast fertiggestellt. Wie ist der Stand bei den anderen Ortsgruppen?

Bad Zwischenahn Wenn die Funkmelder der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Alarm schlagen, geht es im Ernstfall um jede Minute. Ob die Feuerwehrautos früher oder später am Einsatzort eintreffen, kann über Leben und Tod entscheiden. Deshalb müssen Feuerwehrleute möglichst schnell zur Wache kommen, sich einsatzfertig machen, um dann auszurücken.

 

Was aber, wenn in der Hektik in der Wache etwas schief läuft? Ein Kamerad, der später kommt, will in das offene Gerätehaus laufen und wird vom Fahrer eines startenden Feuerwehrautos übersehen. Ein Szenario, das sich niemand gerne vorstellen will, das aber wahr werden könnte. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Bad Zwischenahn ihre Feuerwehrgerätehäuser auf solche Gefahren hin untersucht und ist jetzt dabei, die Gebäude so umzustrukturieren, dass das Unfallrisiko beim Eintreffen der Feuerwehrleute deutlich verringert wird.

Arbeiten fast fertig

In Bad Zwischenahn selbst sind die Um- und Anbauarbeiten an der Wache nahezu abgeschlossen. „Früher sind wir direkt in die Halle gekommen, haben uns bei den Fahrzeugen für den Einsatz fertig gemacht und sind dann losgefahren“, berichtet Martin Schreiber, Ortsbrandmeister der Gemeinde Bad Zwischenahn. Das werde sich in Zukunft ändern.

„Es gibt jetzt zwei Parkplätze für die Feuerwehrleute, von denen die Kameraden direkt in unsere neuen Umkleideräume gelangen können, ohne durch das große Tor des Gerätehauses zu gehen“, erklärt Schreiber. So verhindere man, dass sich die Wege der Personen mit denen der Feuerwehrfahrzeuge kreuzen.

Um dies zu ermöglichen, habe man einen neuen Trakt an die Wache anbauen müssen. „In dem Anbau befindet sich jetzt ein Umkleideraum für Männer mit separater Dusche und Toiletten“, berichtet der Ortsbrandmeister. Jeder Kamerad habe einen eigenen Spind, in dem Ausrüstung und im Einsatzfall auch die Privatkleidung verstaut werden kann.

Im rückwärtigen Teil der Wache sei ein Umkleideraum für die Frauen der Wehr eingerichtet worden – ebenfalls mit Dusche und WC. „Bis vor kurzem haben sich alle Feuerwehrleute gemeinsam umgezogen. Das ist jetzt vorbei“, sagt Schreiber.

Um den Anbau zu ermöglichen, mussten die Kameraden einen Geräteraum aufgeben. Damit das Material nicht auf weniger Raum verstaut werden muss, wird in einer Ecke der großen Fahrzeughalle noch eine Art provisorische Etage gebaut, die zusätzlichen Stauraum bietet.

„Gedauert hat der Umbau der Wache etwa ein Jahr. Baubeginn war Anfang Oktober 2018“, erinnert sich Schreiber. „Unser Betrieb ist aber ganz normal weitergegangen. Es gab nur minimale Einschränkungen.“

Durch den Anbau habe die Wehr deutlich mehr Platz gewonnen. „Und weil wir jetzt eine Fußbodenheizung und eine Belüftungsanlage haben, trocknet unsere Ausrüstung nach einem Einsatz viel schneller“, freut sich der Ortsbrandmeister.

Zwei Millionen Euro

„Insgesamt wird die Gemeinde in diese Umbaumaßnahmen voraussichtlich etwas mehr als zwei Millionen Euro investieren“, berichtet Timo Tapken von der Gemeindeverwaltung. Bereits abgeschlossen seien die Arbeiten an den Gerätehäusern in Aschhausen und Petersfehn. „In Ofen soll zum Jahresende alles fertig sein und in Kayhauserfeld ist das Gerätehaus schon vor einigen Jahren umgebaut worden. Da haben die Feuerwehrleute viel in Eigenleistung erledigt“, so Tapken weiter.

Damit seien fünf der acht Wehren fertig gestellt. Die Arbeiten in den verbleibenden Gerätehäusern in Ohrwege, Dänikhorst und Elmendorf würden noch ausstehen.

„Es ist wichtig, dass das Geld in die Baumaßnahmen investiert wird“, sagt Gemeindebrandmeister Heino Brüntjen. Es müsse gewährleistet sein, dass die Feuerwehrleute, die ihren Dienst freiwillig verrichten, auch unter sicheren Voraussetzungen arbeiten können.

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